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  1. Humanitäre Nachrichten

DR Kongo: Zehntausende Flüchtlinge benötigen bei ihrer Rückkehr aus Burundi dringend Hilfe

Von Simon D. Kist, 25 März, 2026

Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) sind seit der Wiederöffnung der Grenze zwischen Burundi und der Demokratischen Republik Kongo (DRK) Ende Februar mehr als 33.000 kongolesische Flüchtlinge spontan aus Burundi in den Osten der DRK zurückgekehrt. Das UNHCR ruft nun zu dringender internationaler Unterstützung auf, um sicherzustellen, dass diese Rückkehr sicher, in Würde und auf nachhaltige Weise erfolgt.

Die meisten Rückkehrer passieren den Grenzübergang Kavimvira in der Nähe von Uvira in der Provinz Süd-Kivu der DRK. Sie waren im Dezember 2025 nach Burundi geflohen, als Kämpfe zwischen der bewaffneten Gruppe M23 und den Streitkräften der Demokratischen Republik Kongo (FARDC) Tausende dazu zwangen, Uvira und die umliegenden Gebiete zu verlassen.

„Nach der jüngsten Stabilisierung der Lage in Uvira und der Wiederöffnung der Grenze äußerten einige Flüchtlinge den Wunsch, nach Hause zurückzukehren“, sagte Ali Mahamat, Leiter der UNHCR-Außenstelle in Goma, am Dienstag vor Journalisten in Genf.

„Die Rückkehr wurde auch durch die gravierende Unterfinanzierung der Hilfsmaßnahmen in Burundi beschleunigt, was zu einer Verringerung der Hilfsleistungen geführt und viele Flüchtlinge dazu veranlasst hat, trotz anhaltender Unsicherheit nach Hause zurückzukehren.“

Rund 30 Prozent der Rückkehrer hatten im burundischen Flüchtlingslager Busuma gelebt. Trotz der Bemühungen der nationalen Behörden, des UNHCR und anderer Hilfsorganisationen führten Mittelengpässe dort zu Überbelegung und eingeschränktem Zugang zu Wasser, sanitären Einrichtungen, Medikamenten und Unterkünften. Gleichzeitig befinden sich noch fast 4.500 Menschen in Transitzentren und warten auf ihre Verlegung nach Busuma.

Laut UNHCR beherbergt Burundi derzeit noch immer etwa 109.000 kongolesische Flüchtlinge, darunter rund 67.000 Menschen in Busuma. Unterdessen ist die Lage in vielen Gebieten der DR Kongo weiterhin instabil, und es besteht akuter humanitärer Handlungsbedarf.

„Erste Einschätzungen des UNHCR in Uvira und Fizi zeigen, dass die ankommenden Familien nur wenige Habseligkeiten mitbringen und dringend Unterkünfte, grundlegende Haushaltsgegenstände, medizinische Versorgung sowie Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen benötigen“, sagte Mahamat.

„Viele haben bei ihrer Rückkehr festgestellt, dass ihre Häuser zerstört und ihre Habseligkeiten geplündert wurden, was sie in tiefe Verzweiflung stürzt und sie ohne umfangreiche Unterstützung daran hindert, ihr normales Leben wieder aufzunehmen.“

Das UNHCR und seine Partner intensivieren in enger Zusammenarbeit mit nationalen und regionalen Behörden die Überprüfung des Schutzes und leisten dringende humanitäre Hilfe. Humanitäre Teams wurden an Grenzübergängen und in Rückkehrgebieten stationiert, um Risiken zu überwachen und besonders schutzbedürftige Personen zu identifizieren.

„In Uvira und Fizi stellen wir Notfallplanen, Decken, Seife und Schutzdienste bereit. Außerdem liefern wir den Rückkehrern warme Mahlzeiten und führen in enger Zusammenarbeit mit den staatlichen Partnern Registrierungen und Überprüfungen durch“, sagte der UNHCR-Vertreter.

Die UN-Organisation bekräftigt, dass die Entscheidung von Flüchtlingen zur Rückkehr respektiert werden muss und dass jede Rückkehr freiwillig, sicher und in Würde erfolgen muss.

„Auch wenn die jüngsten Rückkehrbewegungen sowohl die Hoffnung auf Stabilität als auch die Auswirkungen der Unterfinanzierung widerspiegeln, dürfen sie Familien keinen erneuten Risiken aussetzen. Die Stärkung der Sicherheit, der Grundversorgung und der Unterstützung für die Aufnahmegemeinden in den Rückkehrgebieten ist unerlässlich“, betonte Mahamat.

Die Maßnahmen des UNHCR zur Deckung der Bedarfe von Flüchtlingen, Rückkehrern und Binnenvertriebenen in der DR Kongo sind derzeit nur zu 34 Prozent finanziert, bei einem Gesamtbedarf von 145 Millionen US-Dollar. Die Unterstützung des UNHCR für kongolesische Flüchtlinge in Burundi ist derweil nur zu 20 Prozent gesichert.

„Es werden dringend zusätzliche Mittel benötigt, um die lebensrettenden Bedarfe dieser Familien zu decken, sowohl derjenigen, die zurückgekehrt sind, als auch derjenigen, die weiterhin auf der Flucht sind“, sagte Mahamat.

Obwohl in den internationalen Medien selten darüber berichtet wird, gehört die humanitäre Krise in der DR Kongo zu den am längsten andauernden und am meisten vernachlässigten der Welt. Anhaltende bewaffnete Konflikte sind die Hauptursache für die humanitäre Notlage in diesem zentralafrikanischen Land.

Seit Jahren eskalieren die Menschenrechtslage und humanitären Krisensituationen im Land, was die Vereinten Nationen dazu veranlasst hat, wiederholt auf die dramatische Lage hinzuweisen und die internationale Gemeinschaft dazu aufzufordern, der Notlage der kongolesischen Zivilbevölkerung mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

Die östlichen Provinzen, insbesondere Süd-Kivu, Nord-Kivu und Ituri, sind seit Jahrzehnten von Gewalt heimgesucht, da nichtstaatliche bewaffnete Gruppen um die Kontrolle über die reichhaltigen natürlichen Ressourcen der Region kämpfen. Viele derjenigen, die zur Flucht gezwungen wurden, sind bereits mehrfach vertrieben worden.

Im vergangenen Jahr breiteten sich die Feindseligkeiten in den östlichen Provinzen aus, was zu weitreichenden Vertreibungen, ständigen Hin- und Herbewegungen und erhöhten Schutzrisiken für die Zivilbevölkerung führte.

Seit Dezember 2025 hat der eskalierende Konflikt in Süd-Kivu zur Vertreibung von etwa 500.000 Menschen geführt, sodass Familien in überfüllten öffentlichen Räumen und bei überlasteten Aufnahmegemeinschaften Zuflucht suchen mussten. Die erneuten Gewalttaten hatten zudem fast 240.000 Kongolesen zur Flucht in Nachbarländer gezwungen, vor allem nach Burundi.

Während im Osten der DR Kongo nach wie vor Unsicherheit herrscht und anhaltende Zusammenstöße weiterhin zur Vertreibung von Zivilisten führen, kehren kongolesische Flüchtlinge nach und nach aus Burundi zurück. Diese Rückkehr wird größtenteils durch Finanzierungsengpässe getrieben, da die Hilfsmittel zur Neige gehen und sich die Lebensbedingungen im Exil weiter verschlechtern.

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  • Demokratische Republik Kongo
  • Unterfinanzierte Krise
  • Vertreibung
  • Burundi

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