Das IPC Komitee zur Überprüfung von Hungersnöten (FRC) hat am Freitag eine Warnung herausgegeben, dass in den nördlichen Gebieten des Gazastreifens wahrscheinlich eine Hungersnot unmittelbar bevorsteht. Unterdessen wirft ein Bericht des UN-Menschenrechtsbüros (OHCHR) den israelischen Verteidigungskräften (IDF) schwere Verstöße gegen das Völkerrecht im Gazastreifen vor, von denen viele Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleichkommen könnten.
Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) warnt vor einer weiteren Verschärfung der humanitären Krise in Haiti, die vor allem auf die anhaltende Gewalt zurückzuführen ist. Laut einem OCHA-Update vom Freitag sind mehr als 700.000 Menschen im Land auf der Flucht, mehr als die Hälfte davon sind Kinder. Durch die jüngsten Gewalttaten in der Hauptstadt Port-au-Prince wurden in den letzten Wochen weitere 12.000 Menschen vertrieben.
Der Generalkommissar des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), Philippe Lazzarini, hat am Mittwoch vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen (GV) die UN-Mitgliedsstaaten aufgefordert, die Umsetzung der israelischen Knesset-Gesetze gegen das UNRWA zu verhindern. Er forderte die Staaten außerdem auf, die Finanzierung des UNRWA aufrechtzuerhalten und keine Mittel zurückzuhalten oder umzuleiten, in der Annahme, dass die Organisation nicht mehr arbeiten könne.
Während extreme Überschwemmungen, eskalierende Gewalt und grassierende Nahrungsmittelknappheit eine sich verschärfende Hungerkrise in Nigeria anheizen, wird eine weitere Million Kinder in Nigeria bis April nächsten Jahres an akuter Unterernährung leiden, wenn nicht dringend Maßnahmen ergriffen werden, so die internationale humanitäre Organisation Save the Children am Dienstag. Nigeria ist bereits heute das Land mit der weltweit höchsten absoluten Zahl an Menschen, die von schwerer akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sind.
Unabhängige Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen haben am Dienstag den starken Anstieg der Gewalt gegen Zivilisten im Sudan verurteilt, während die durch den Konflikt zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF) verursachte katastrophale humanitäre Lage weiter eskaliert. Die Verurteilung fällt in eine Zeit zunehmender Vertreibungen, wobei inzwischen fast ein Drittel der 51 Millionen Einwohner des Sudan zur Flucht gezwungen wurde, was die größte Vertreibungskrise der Welt ausgelöst hat.
Ein neuer Bericht der Vereinten Nationen, der diese Woche veröffentlicht wurde, warnt davor, dass die Ausbreitung von Konflikten, bewaffneter Gewalt, Klimarisiken und wirtschaftlicher Belastungen zu schwerem Hunger und in einigen Fällen zu Hungersnot in 22 Ländern und Gebieten führt, ohne dass in den nächsten sechs Monaten mit einer Besserung zu rechnen ist. Die akute Ernährungsunsicherheit in diesen Krisenherden wird an Ausmaß und Schwere zunehmen und Millionen von Menschen in existenzielle Not bringen.
Die amtierende UN-Nothilfechefin Joyce Msuya sagt, dass was die israelischen Streitkräfte im belagerten nördlichen Gazastreifen tun, nicht weiter zugelassen werden kann. In einer Erklärung am Samstag warnte sie, dass „die gesamte Bevölkerung im Norden des Gazastreifens in Lebensgefahr ist“. Unterdessen haben israelische Truppen eines der letzten funktionierenden Krankenhäuser im Norden gestürmt, und Zivilisten, darunter Kinder und Menschen mit Behinderung, werden immer schrecklicheren Bedingungen ausgesetzt.
Die internationale humanitäre Organisation Norwegian Refugee Council (NRC) hat am Freitag ihre große Besorgnis über die sich verschärfende Krise in Mosambik geäußert, welche die bereits verheerende humanitäre Lage noch verschlimmert hat. In einer Erklärung teilte der NRC mit, dass er einen Großteil seiner Hilfsmaßnahmen aussetzen musste, da die Sicherheit der Helfer vor Ort weiterhin zu stark gefährdet ist.
Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) berichtet, dass seit Juli mindestens 30.000 Menschen durch Clan-Gewalt im Bezirk Luuq im somalischen Bundesstaat Jubaland aus ihren Häusern vertrieben wurden. Laut einem am Mittwoch veröffentlichten OCHA-Lagebericht bleibt die Sicherheitslage trotz laufender Friedensverhandlungen instabil, was den Zugang zu Menschen, die dringend humanitäre Hilfe benötigen, einschränkt.
Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) warnt, dass die Palästinenser im nördlichen Gazastreifen unter extremer Not leiden angesichts der israelische Belagerung des Gebiets. OCHA zufolge gibt es im Norden erschütternde Zahlen von Toten, Verletzten und Zerstörungen. Unterdessen beschreiben Nichtregierungsorganisationen (NGOs) apokalyptische Szenen, währende die Gräueltaten gegen Zivilisten und Angriffe auf Krankenhäuser zunehmen.
Familien im Sudan essen Gras, um in einer eskalierenden Hungerkrise zu überleben, zumal sich in der Hälfte der 18 sudanesischen Bundesstaaten Unterernährung auf Niveau einer Hungersnot ausbreitet, warnt die internationale humanitäre Organisation Save the Children am Dienstag. Unterdessen berichten die Vereinten Nationen, dass die Kämpfe in den Bundesstaaten Nord-Darfur, West-Darfur, Khartum, Nord-Kordofan und Al Jazira weiter wüten.
Ein von den Vereinten Nationen unterstützter Bericht zur Ernährungssicherheit warnt davor, dass der gesamte Gazastreifen in die Notfallstufe des Hungers eingestuft ist und die Gefahr einer Hungersnot weiterhin besteht, zumal die Hilfe versiegt und der Winter naht. Im Oktober wurden etwa 1,84 Millionen Menschen im gesamten Gazastreifen in die Krisenstufe (IPC-Phase 3) oder eine noch schlechtere Stufe eingestuft, darunter etwa 133.000 Menschen, die mit einer katastrophalen Ernährungsunsicherheit (IPC-Phase 5) konfrontiert sind.
Obwohl die Landwirte der Welt mehr als genug Lebensmittel produzieren, um die 8 Milliarden Menschen auf dem Planeten zu ernähren, sagte UN-Generalsekretär António Guterres, dass „Hunger und Mangelernährung für Milliarden Menschen eine Tatsache des Lebens sind“, vor dem Hintergrund, dass sich 2,8 Milliarden Menschen keine gesunde Ernährung leisten können. In einer Botschaft zum Welternährungstag am Mittwoch sagte Guterres, dass 733 Millionen Menschen weltweit aufgrund von „Konflikten, Marginalisierung, Klimawandel, Armut und wirtschaftlichen Krisen“ nicht genug zu essen haben.
Angesichts der zunehmenden regionalen Spannungen und der sich verschlechternden humanitären Lage müssen alle Akteure die Interessen der jemenitischen Bevölkerung in den Vordergrund stellen, um Frieden und Stabilität im Land wiederherzustellen, sagte Hans Grundberg, der UN-Gesandte für den Jemen, am Dienstag vor dem UN-Sicherheitsrat. Grundberg warnte, dass der Jemen mit der Verschärfung der militärischen Eskalation im Nahen Osten Gefahr laufe, weiter in den Konflikt hineingezogen zu werden.
Die schwere akute Ernährungsunsicherheit hat seit Beginn des Krieges im Sudan massiv zugenommen, so dass mehr als die Hälfte des Landes hungert. Der Cluster für Ernährungssicherheit und Lebensgrundlagen (FSLC) erklärte in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme, dass dringend Maßnahmen, Ressourcen und Finanzmittel erforderlich sind, um eine weitere Verschlechterung und Eskalation der Notlage zu verhindern.
Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) meldet, dass die lebenswichtigen Versorgungsleitungen für den Norden des Gazastreifens unterbrochen wurden und seit dem 1. Oktober keine Lebensmittel oder andere lebensnotwendige Güter mehr eintreffen. Die Hauptübergänge in das Gebiet bleiben geschlossen, während die mehr als 400.000 Menschen, die dort noch ausharren, aufgrund der israelischen Evakuierungsanordnungen zunehmend unter Druck geraten, nach Süden zu fliehen.
Die Hungersituation in vielen der ärmsten Länder der Welt wird noch weitere 136 Jahre lang prekär bleiben, wenn die Welt weiterhin keine Fortschritte bei der Ernährung der Weltbevölkerung erzielt, so ein neuer Bericht, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Während die weltweiten Fortschritte bei der Reduzierung des Hungers stagnieren, zeigt der Welthunger-Index (WHI) 2024, dass der Hunger in 42 Ländern ein schwerwiegendes oder alarmierendes Ausmaß erreicht hat.
Hochrangige UN-Vertreter warnen, dass sich die seit Jahrzehnten andauernde Menschenrechtskrise in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo, DRK) in einer Abwärtsspirale befindet, während bewaffnete Zusammenstöße, Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser, sexuelle Gewalt und andere Formen des Unrechts eskalieren. Bei der Eröffnung einer Diskussion im UN-Menschenrechtsrat in Genf forderte der UN-Menschenrechtschef Volker Türk die internationale Gemeinschaft auf, der Notlage der kongolesischen Zivilbevölkerung mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Somalia zeigt sich angesichts anhaltender Sicherheits-, Menschenrechts- und sozioökonomischer Herausforderungen widerstandsfähig, benötigt aber weiterhin internationale Unterstützung, da Klimawandel und Naturkatastrophen das Leid, den Verlust von Lebensgrundlagen und Menschenrechtsverletzungen verschärfen, so eine unabhängige Expertin der Vereinten Nationen heute. In ihrem neuen Bericht an den UN-Menschenrechtsrat hebt Isha Dyfan die anhaltende Unsicherheit in dem ostafrikanischen Land hervor.
Angesichts der brutalen Bandengewalt, die von der Hauptstadt Port-au-Prince auf andere Departements Haitis übergreift, hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen am Freitag ebenso wie der haitianische Premierminister einen schrecklichen Bandenangriff in der Stadt Pont Sondé außerhalb der haitianischen Hauptstadt scharf verurteilt, bei dem mindestens 70 Menschen ums Leben kamen, darunter zehn Frauen und drei Kleinkinder. Guterres forderte außerdem dringende Unterstützung für die Multinationale Sicherheitsunterstützungsmission (MSS).
Fast ein Jahr nach Beginn des Krieges im Gaza-Streifen ist die humanitäre Lage weiterhin katastrophal. Israels unerbittlicher Krieg und die Blockade haben das Territorium verwüstet, 1,9 Millionen Menschen vertrieben, die wiederholt in immer kleinere Gebiete gezwungen wurden, und den Zugang zu dringend benötigten Nahrungsmitteln, Wasser und Medikamenten abgeschnitten. Unterdessen droht eine weitere humanitäre Katastrophe in der Region, da die Streitkräfte Israels ihren Krieg gegen den Libanon ausweiten.
Anhaltende Konflikte, schwere Menschenrechtsverletzungen und eklatante Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht verursachen schweres Leid für Binnenvertriebene (IDPs) in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und kongolesische Flüchtlinge, warnt das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR). Die Warnung folgt auf einen Besuch der leitenden Schutzbeauftragten der Organisation in der DRC, bei dem eine humanitäre Bewertung vorgenommen wurde.
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am Montag eine einjährige Verlängerung für eine multinationale Polizeitruppe genehmigt, die der bedrängten Nationalpolizei Haitis dabei helfen soll, Banden in dem von Gewalt geplagten Karibikstaat zu zerschlagen. Außerdem wird nun erwogen, die Mission in eine vollwertige UN-Friedensmission umzuwandeln. Unterdessen ist die Zahl der Menschen, die unter akutem Hunger leiden, laut der neuesten IPC-Analyse, die am Montag veröffentlicht wurde, auf 5,4 Millionen gestiegen.
Millionen von Somaliern sind mit einer verschärften Ernährungsunsicherheit konfrontiert, da unterdurchschnittliche Regenfälle zwischen Oktober und Dezember 2024, die mit dem Wetterphänomen La Niña in Verbindung stehen, die jüngsten Fortschritte bei der Ernährungssicherheit zunichtezumachen drohen. UN-Organisationen warnen, dass Somalia – ein Land, das Ende 2022 am Rande einer Hungersnot schwebte – ohne sofortige Finanzierung humanitärer Maßnahmen erneut in eine schwere Hungerkrise stürzen könnte.
Die Kriegsparteien im Sudan setzen sexuelle Gewalt als Kriegswaffe ein, und geschlechtsspezifische Gewalt hat sich seit Ausbruch des Konflikts im April 2023 mehr als verdoppelt, so UN Women, eine Organisation der Vereinten Nationen, die sich auf Frauenrechte und gesellschaftlichen Fortschritt konzentriert. Die Notlage im Sudan ist eine der schlimmsten Schutzkrisen der jüngeren Geschichte, in der ein alarmierendes Maß an sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt weiterhin die Zivilbevölkerung, insbesondere Frauen und Mädchen, terrorisiert.
Die Bekämpfung der Unsicherheit in Haiti, wo die Gewalt von Gangs Tausende von Menschen getötet und verletzt sowie Zehntausende vertrieben hat, muss oberste Priorität haben, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht der Vereinten Nationen, der die haitianischen Behörden und die internationale Gemeinschaft auffordert, mehr für den Schutz der Menschen zu tun und weiteres Leid zu verhindern. Die humanitäre Krise in dem Karibikstaat verschlimmert sich zusehends, wobei mehr als 5,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.
Auf einem Ministertreffen am Mittwoch forderten die Vereinten Nationen und Mitgliedstaaten dringend verstärkte Maßnahmen zur Beendigung des Krieges im Sudan und zur Forcierung der humanitären Hilfe in der Region. 17 Monate erbitterter Kämpfe im Sudan haben die schlimmste Hungerkrise und eine der größten Vertreibungskrisen der Welt ausgelöst, in deren Verlauf mehr als 10 Millionen Menschen aus ihrer Heimat fliehen mussten.
Während sich die Staats- und Regierungschefs der Welt in New York zur 79. Generalversammlung der Vereinten Nationen versammeln und die Gefahr einer weiteren regionalen Eskalation droht, fordern die führenden humanitären Vertreter der Welt ein Ende des entsetzlichen menschlichen Leids und der humanitären Katastrophe in Gaza. „Diese Gräueltaten müssen ein Ende haben“, heißt es in einer Erklärung, die am Montag von den Leitern von UN-Organisationen und Vertretern der Nichtregierungsorganisationen (NGOs) unterzeichnet wurde.
Eine hochrangige Vertreterin der Vereinten Nationen hat am Mittwoch gewarnt, dass „sofortige Maßnahmen“ erforderlich sind, um die Kämpfe in El Fasher, der Hauptstadt des sudanesischen Bundesstaates Nord-Darfur, zu beenden, wo Hunderttausende Zivilisten in Gefahr sind. Der brutale Krieg im Sudan dauert nun schon 17 Monate an, und ein Ende der dadurch verursachten humanitären Katastrophe ist nicht in Sicht.
Anhaltende starke Regenfälle und schwere Überschwemmungen haben mehrere Länder in der Sahelzone heimgesucht, Millionen von Menschen in Mitleidenschaft gezogen und Hunderttausende vertrieben, zuletzt im Nordosten Nigerias. Die extremen Wetterbedingungen haben auch die bestehenden humanitären Krisen im Tschad, in Kamerun, Mali und Niger verschärft. Hilfsorganisationen fordern dringend mehr internationale Unterstützung, um die am stärksten gefährdeten Menschen zu erreichen.
Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) warnt, dass Hunderttausende von Menschen im Südsudan Gefahr laufen, ohne lebensrettende Hilfe dazustehen, wenn nicht unverzüglich zusätzliche Mittel für die humanitäre Hilfe bereitgestellt werden. Etwa 9 Millionen Menschen - darunter 4,9 Millionen Kinder - im Land benötigen humanitäre Unterstützung, und die Aussichten für die kommenden Monate sind besorgniserregend.
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat einstimmig das Waffenembargo gegen die Konfliktparteien in der sudanesischen Region Darfur um ein weiteres Jahr erneuert, wo sich der Krieg zwischen rivalisierenden Generälen in den letzten Monaten verschärft und die größte humanitäre Krise der Welt verschlimmert hat. Laut Menschenrechtsgruppen und Menschenrechtsexperten geht die am Mittwoch beschlossene Verlängerung des Embargos jedoch nicht weit genug und sollte den gesamten Sudan umfassen.
Die Kriegsparteien im Sudan haben eine erschreckende Reihe von schweren Menschenrechtsverletzungen und internationalen Verbrechen begangen, von denen viele möglicherweise als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzustufen sind, erklärten von den Vereinten Nationen benannte Experten am Freitag. Sie forderten die sofortige Entsendung einer „unabhängigen und unparteiischen Truppe“ mit einem Mandat zum Schutz der Zivilbevölkerung.
Medienberichten zufolge wurden bei einem Angriff der bewaffneten Gruppe Jama'at Nusrat al-Islam wal Muslimin (JNIM) in der burkinischen Stadt Barsalogho am Wochenende etwa 200 Menschen getötet und weitere 140 verletzt. Der schreckliche Vorfall erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem große Teile Burkina Fasos von nichtstaatlichen bewaffneten Gruppen (NSAGs) kontrolliert werden und mehr als eine Million Menschen in Dutzenden von blockierten Städten im zentralen Sahelland eingeschlossen sind.
Mehr als zehn Monate nach Beginn des Gaza-Krieges sind die Bewohner der Enklave auf immer kleinerem Raum zwangsweise zusammengepfercht und haben keinen ausreichenden Zugang zu Wasser, Nahrungsmitteln, sanitären Einrichtungen oder medizinischer Versorgung. Mehr als 88 Prozent des Gazastreifens wurden von den israelischen Sicherheitskräften unter Evakuierungsbefehl gestellt oder zur „No-Go-Zone“ erklärt, wodurch nahezu 1,9 Millionen Binnenvertriebene auf etwa 11 Prozent des winzigen Territoriums eingeschlossen werden.
Die von den Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien vermittelten Waffenstillstandsgespräche im Sudan haben den 16-monatigen Konflikt im Land zwar nicht beenden können, aber es ist ihnen gelungen, einen besseren humanitären Zugang zu Millionen von Menschen zu sichern, denen seit vielen Monaten Lebensmittel, Medikamente und andere lebenswichtige Hilfsgüter vorenthalten werden. Die Abwesenheit der sudanesischen Streitkräfte (SAF) bei den Gesprächen hat jedoch Fortschritte in Richtung eines Waffenstillstands behindert.
Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) warnt, dass die anhaltende Unterfinanzierung der humanitären Hilfe in Haiti – bei wachsendem Bedarf und zunehmender Gewalt – dazu führt, dass Millionen Haitianer keine überlebenswichtige Hilfe erhalten. OCHA erklärte am Donnerstag, dass eine verstärkte und nachhaltige Finanzierung erforderlich ist, um die sich verschärfende humanitäre Krise im Land einzudämmen.
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) warnt, dass Tausende Zivilisten in der sudanesischen Stadt El Fasher in schweren Kämpfen eingeschlossen sind. Das Saudi Hospital, das einzige verbliebene Krankenhaus, wurde wiederholt angegriffen und dem Krankenhauspersonal gehen die medizinischen Vorräte aus. In einer Stellungnahme vom Donnerstag teilte das IKRK mit, dass es „bis heute“ nicht in der Lage war, humanitäre Hilfe in die Stadt zu bringen.
Die akute Unterernährung nimmt in den von der Regierung des Jemen kontrollierten Gebieten stark zu, wobei die Westküste zum ersten Mal ein „extrem kritisches“ Niveau erreicht, wie die Integrated Food Security Phase Classification (IPC) im Jemen am Montag mitteilte. Nach neun Jahren Krieg zählt der Jemen nach wie vor zu den schwersten und am längsten andauernden humanitären Krisen der Welt, wobei schätzungsweise 18,2 Millionen Menschen – mehr als die Hälfte der Bevölkerung – auf Hilfe und Schutz angewiesen sind.
Während die Zahl der in Gaza getöteten Palästinenser die erschreckende Marke von 40.000 überschreitet, forderte der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, am Donnerstag die Beendigung des Tötens „ein für alle Mal“ und die Freilassung aller Geiseln. Unterdessen treffen sich am Freitag internationale Unterhändler in Katar, um ihre Bemühungen zur Beendigung des Konflikts und zur Abwendung eines größeren Krieges im Nahen Osten zu erneuern.
Drei Jahre nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan warnen internationale Hilfsorganisationen davor, dass das Land ohne anhaltende internationale Unterstützung und Engagement zu einer vergessenen Krise werden könnte. Millionen von Afghanen kämpfen weiterhin in einer der größten und komplexesten humanitären Krisen der Welt.
Am Mittwoch begannen in Genf Waffenstillstandsgespräche zur Beendigung des 16-monatigen Bürgerkriegs im Sudan zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF), aber keine der beiden Kriegsparteien betrat den Verhandlungsraum. Die Gespräche, die ebenfalls darauf abzielen, die größte humanitäre Krise der Welt zu bewältigen, fanden ohne die Anwesenheit der rivalisierenden militärischen Fraktionen statt.
Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen hat die immer häufigeren Angriffe der israelischen Streitkräfte (IDF) auf Schulen im Gazastreifen verurteilt, in denen Hunderttausende gewaltsam vertriebene Palästinenser Zuflucht gesucht haben, und die "mit offensichtlicher Missachtung der hohen Zahl ziviler Todesopfer" durchgeführt werden. Die Verurteilung folgt auf Dutzende von IDF-Angriffen auf Schulen, die zu Notunterkünften umfunktioniert wurden, im Juli sowie auf die schrecklichen Angriffe am frühen Samstagmorgen, bei denen bis zu 100 Menschen getötet wurden.
Um die sich verschlimmernde humanitäre Lage im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo, DRK) einzudämmen, sind dringende und konzertierte Maßnahmen erforderlich, warnte heute eine hochrangige Vertreterin der Vereinten Nationen. Die Situation in der DRK ist eine der größten, schwersten und am stärksten vernachlässigten humanitären Krisen der Welt, die durch Binnenvertreibungen, akute Ernährungsunsicherheit und geschlechtsspezifische Gewalt gekennzeichnet ist.
Die Bestätigung der Hungersnot in Teilen der sudanesischen Region Darfur muss ein Weckruf für die internationale Gemeinschaft sein, sagte ein hochrangiger Vertreter der Vereinten Nationen am Dienstag. Um die Hungersnot im Sudan zu stoppen, seien politischer Wille und Führungsstärke erforderlich, erklärte er vor dem UN-Sicherheitsrat, während Redner die Kriegsparteien aufforderten, die wiederholten Aufrufe der internationalen Gemeinschaft zur Einstellung der Kämpfe zu beherzigen und eine weitere Verschlimmerung der bereits katastrophalen humanitären Krise zu verhindern.
Vertreter der Vereinten Nationen haben zu internationaler Unterstützung aufgerufen, um Simbabwe bei der Bewältigung der humanitären Auswirkungen einer historischen Dürre zu helfen, durch die 7,6 Millionen Menschen von akutem Hunger bedroht sind. Mehr als die Hälfte der Ernte wurde durch eine Dürre vernichtet, die durch den wärmenden El Niño im Zeitraum 2023-2024 verursacht wurde.
Die humanitäre Krise in Somalia ist in diesem Jahr aus den Nachrichten verschwunden, nachdem eine historische vierjährige Dürre im Jahr 2023 zu Ende ging und eine Hungersnot abgewendet werden konnte, was Millionen Somaliern Erleichterung brachte. Doch UN-Vertreter und humanitäre Organisationen warnen, dass der Bedarf im Land nach wie vor kritisch hoch ist, wobei der Mangel an humanitären Finanzmitteln die Erholung von der Dürre verzögert.
Ein von den Vereinten Nationen unterstützter Bericht zur Ernährungssicherheit hat am Donnerstag bestätigt, dass der seit mehr als einem Jahr andauernde Krieg im Sudan dazu geführt hat, dass in Teilen von Nord-Darfur eine Hungersnot herrscht, darunter in einem Vertriebenenlager, in dem mehr als eine halbe Million Menschen leben. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) appelliert dringend an alle Kriegsparteien, humanitäre Nahrungsmittelhilfe zuzulassen und den Zugang zu Schlüsselstellen innerhalb des Landes und an seinen Grenzen freizugeben.
Tausende Palästinenser wurden seit dem Angriff palästinensischer bewaffneter Gruppen am 7. Oktober, der den Krieg Israels im Gazastreifen auslöste, von den israelischen Behörden willkürlich und heimlich inhaftiert, gefoltert und misshandelt, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Menschenrechtsbüros der Vereinten Nationen. Unterdessen gehen die israelischen Bombardierungen in weiten Teilen des Gazastreifens weiter, was zu immer mehr Toten, Verstümmelten, Verletzten, Vertriebenen und Zerstörung der zivilen Infrastruktur führt.
Die Koordinatorin der Vereinten Nationen für humanitäre Hilfe im Sudan, Clementine Nkweta-Salami, hat die wahllosen Angriffe in der Stadt El Fasher, der Hauptstadt des Bundesstaates Nord-Darfur, scharf verurteilt. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden mindestens 97 Zivilisten getötet oder verletzt, als am Samstag ein Krankenhaus, ein Viehmarkt und Wohngebiete angegriffen wurden.